Oft gestellte Fragen und Antworten zur Patenschaft
Wozu verpflichtet mich die Patenschaft?
Mit Ihrem Eintrag unterstützen Sie die Kampagne politisch: Patinnen und Paten werben mit ihrem Namen und ihrem Gesicht auf der save me Kampagnenseite für die Aufnahme von Flüchtlingen.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, mehr zu tun. Mögliche Tätigkeitsfelder sind:
- Praktische Unterstützung von Flüchtlingen:
- Bildungspatenschaften für Erwachsene und Kinder
- Unterstützung bei der Wohnungssuche
- Hilfe bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz
- Ansprechpartner für Alltagsfragen
- Mitarbeit in der Kampagne
- Organisatorische Mitwirkung im Kampagnentreffen
- Öffentlichkeitsarbeit z.B. an Infoständen
- Organisation von Veranstaltungen
Ob und in welchem Umfang Sie aktiv werden, entscheiden Sie.
Was kostet mich die Patenschaft?
Sie müssen als Pate/Patin nichts
zahlen. Bei einem Resettlement-Programm stehen zunächst die
Bundes- und Länderregierungen in der Verantwortung. Nach dieser
Übergangszeit ist die Kommune zuständig. Das ganze
Verfahren ähnelt dem Umgang mit Aussiedlern oder jüdischen
Kontingentflüchtlingen. Da die Flüchtlinge einen
ordentlichen Aufenthaltsstatus haben werden, steht ihnen
Integrationskurse, der Wohnungs- und Arbeitsmarkt offen.
Wohnen die Flüchtlinge dann bei mir?
Nein. Auch bei der Unterbringung ist
zunächst der Staat und dann die Kommune zuständig.
Welche Unterstützung bekomme ich bei meiner Patenschaft von der SAVE ME Kampagne?
Wir lassen Sie als Pate/Patin nicht
alleine. Sobald die Aufnahme der Flüchtlinge konkret wird,
setzen wir uns rechtzeitig mit Ihnen in Verbindung und stehen Ihnen
dann mit unseren Partnerorganisationen mit Rat und Tat zur Seite.
Wie lange muss ich mich denn dann um den Flüchtling kümmern?
Es ist Ihre ganz persönliche
Entscheidung, wie lange, auf welche Weise und wie intensiv Sie Ihre
Patenschaft ausfüllen möchten.
Wann ist damit zu rechnen, dass die ersten Flüchtlinge aufgenommen werden?
Zuallererst ist SAVE ME eine Kampagne. Das heißt, wir versuchen, gemeinsam mit Ihnen politischen Druck aufzubauen, damit die Aufnahme von Flüchtlingen möglich wird. Das kann natürlich etwas dauern, je nachdem, wie schnell auf Bundesebene ein Resettlement-Programm beschlossen wird. Wir brauchen also einen langen Atem.
Das heißt aber nicht, dass es noch keine Flüchtlinge gibt, die unsere Unterstützung benötigen:
- In 2009 hat Deutschland 2.500 Flüchtlinge aus dem Irak als einmaliges Kontingent aufgenommen. Dabei wurden genau die REgeln und Strukturen genutzt, die auch im Resettlement-Programm zum Tragen kämen. Der UNHCR, die Bundesregierung, die Länder und die save me - Kampagne betrachten das irakische Koningent als Pilotprojekt.
In Bonn sind 33 Iraker angekommen, zu den meisten davon haben wir engen Kontakt.
- Es gibt viele weitere Flüchtlinge in Bonn, die unsere Hilfe gut gebrauchen können, auf welchem Wege auch immer sie hierher gekommen sind.
Kommen die Flüchtlinge alle gleichzeitig an?
Nein, bei einem Resettlement-Programm
werden die Flüchtlinge nach und nach ins Aufnahmeland gebracht.
Wer wählt die Flüchtlinge aus und nach welchen Kriterien?
Meistens werden Aufnahmeprogramme
gemeinsam mit dem UNHCR durchgeführt. Der UNHCR wendet bei der
Auswahl Kriterien der besonderen Schutzbedürftigkeit an. Die
Aufnahmestaaten können aber auch eigene Teams zur Auswahl
schicken und legen manchmal eigene Kriterien fest.